Wenn man nicht mit blauem Blut geboren wird, so hat man immerhin einmal im Jahr die Chance eine Krone zu tragen. Doch, um König zu werden, braucht es etwas Glück. Denn, er lässt sich nur in einem der sechs Kuchenstücke finden, in welchem ist die Wahl und das Glück eines jeden Einzelnen. Noch seltener sind aber die goldenen Könige. Liest man den Beipackzettel des Königkuchens erfährt man, dass diese tatsächlich existieren und man mit einem solchen goldenen König an der Auslosung von 100 verschiedenen Preisen teilnimmt. Da gibt es einen Party-Service von tausend Franken bis zu einem Bäckereigutschein von dreissig Franken zu gewinnen. Aber eben, scheint es für manche Menschen schon schwierig je mal an einen König zu kommen, dann scheint das Auffinden eines goldenen Königs eine Unmöglichkeit zu sein.
Oder doch nicht?
In unserer Zeit von Kuschelpolitik kann man sich so eine unfaire Situation natürlich nicht mehr erlauben. Liest man das Kleingedruckte, so erfährt man als Allererst, dass absolut kein Kaufzwang besteht. Was heisst, man muss sich nun nicht wochenlang von Königskuchen ernähren, um seine Chancen auf einen solchen goldenen König und somit die Teilnahme an der Auslosung zu erhöhen. Die goldenen Könige können ganz einfach bei der Geschäftsstelle bezogen werden, und zwar gratis. Wobei, nur einer pro Haushalt. Das war noch nicht alles. Der Clou der Geschichte vom Bäckereiwettbewerb ist, um an der Verlosung teil zu nehmen, müssen diese Könige dann auch wieder an dieselbe Geschäftsstelle zurückgesendet werden. Und da das letzte Bestelldatum dieser speziellen Könige mit dem Datum übereinstimmt, an dem man sie zurückgesendet haben muss, geht wohl auch eine simple Nachricht mit der Bitte, doch mit einem goldenen König in meinem Namen an der Verlosung teil zu nehmen. So sparen sich beide Seiten das Porto und der Postbote wird nicht für Sisyphusarbeit ausgenutzt. Das Ganze hat tatsächlich nur einen Hacken, Mitarbeiter einer Bäckerei/Confiserie sind vom Wettbewerb ausgeschlossen.