Vom schachspielenden Tessinerhund

Ja, es gibt ihn, den Hund, der praktisch tagtäglich dem Schachspiel frönt. Beige und zottlig, mit witzigen Ohren, bringt sein Anblick einem einfach in frohe Laune. Und eben auch, weil er meist beim städtischen Schachspiel anzutreffen ist. Oft hellwach, manchmal bellend, läuft er auf dem auf den Boden gezeichneten Spiel umher als wolle er sich selber darum kümmern, den König matt zu setzen. Eher selten verschläft er auch mal eine Partie, eingerollt auf dem Rasen mitten im Tumult der verschiedensten Leute. Wohl aber eher dann, wenn es nicht gerade so spannend zu und her geht auf dem Spielfeld. Ob er nun tatsächlich was von Schach versteht oder nicht sei dahin gestellt, für mich aber ist er ein richtiges Bellinzona Stadtoriginal. Er gehört mittlerweile genauso in mein Bild von Bellinzona wie die drei Burgen, die Collegiata oder die Gelateria. Und ich freue mich jedesmal, wenn ich auf dem Weg ins Migros dem zottligen Vierbeiner etwas beim Spielen zusehen kann.

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